100 Meter Strand

Stefan sammelt - hier eine 12-Liter-Gießkanne
Stefan sammelt – hier eine 12-Liter-Gießkanne

Heute haben wir beim Müll sammeln mal einen Test gemacht – wie viel Plastikmüll liegt auf 100 Metern Strand. Der Haufen war beachtlich. Unter anderem eine Gießkanne, ein alter Fußball, diverse Tetrapacks und natürlich wieder sehr viele Plastikflaschen. Ein Glasreiniger der Marke „JA“ (das ist, meine ich, die Eigenmarke von Real in Deutschland) – mit deutscher Aufschrift. Es schwimmt also auch deutscher Plastikmüll im Mittelmeer.

Danke Rosi Hans
Danke Rosi und Hans!
müllberg 2
So viel Müll – nur 100 Meter Strand. Unglaublich

 

 

 

Wir haben inzwischen schon über 720 Liter Plastikmüll eingesammelt – und da haben wir die ganzen einsamen Plastikflaschen, die wir einfach so aufgesammelt haben noch gar nicht mitgezählt. Hier in Porto Santa Margherita wurde der Strand schon auf die kommenden Touristenmassen vorbereitet – aber 1 Tag Wind aus Süd und schon ist der Strand wieder komplett zugemüllt. Und mit der nächsten Flut ist der ganze Müll wieder im Meer. Das macht schon nachdenklich.

Auf dem Heimweg vom Supermarkt
Auf dem Heimweg vom Supermarkt

Es gibt aber auch erheiterndes – Herbert und Schnippsi zum Beispiel. Ein älteres Paar mit einem kleinen Kabinen-Motorboot. Die beiden haben uns am Wochenende sehr erheitert (jetzt kommt meine tief-schwarze Lästerseele zum Tragen). Das Motorboot von Herbert und Schnippsi (Stefan hat die Beiden so getauft) liegt nämlich nicht, wie die meisten Boote hier „römisch-katholisch“ (Heck zum Steg), sondern mit dem Bug zum Steg. Was die beiden nicht gerade grazilen Bootsbesitzer vor gewisse Herausforderungen stellt. Wenn Herbert über seine Hundeleiter auf das Boot klettert ist, neigt es sich bedrohlich zur Seite. Schnippsi muss also Gas geben und auf der anderen Seite aufspringen, um die Balance wieder herzustellen. Ich habe das Ganze mehrfach beobachtet und hatte jedes Mal große Sorge, dass das Boot kippt.

Oder unsere Baderäume. Nach wie vor ohne Spiegel, dafür mit neuerdings an den Bewegungsmelder fürs Licht gekoppelten, automatisch öffnenden Fenstern. Licht an – Fenster auf – Licht aus – Fenster zu. Alles natürlich mit surren und piepsen verbunden.  Nun erinnern wir uns: Die Bewegungsmelder sind so hoch montiert, dass man sie nur im Stehen auslöst. Sitzt man also nun gemütlich auf dem Lokus, sitzt man erstens schnell im Dunkeln – und zweitens geht das Fenster wieder zu. Bewegt man dann die Arme wedelnd weit über dem Kopf geht sowohl das Licht wieder an als auch das Fenster wieder auf. Natürlich surrend und piepsend. Eine Freude.

Was gibts sonst noch? Ach, ja das Wetter: Beim Segeln ist man ja extrem vom Wetter abhängig. Ich bin seit gestern genau 3 Wochen hier – und 1! Mal war die Wettervorhersage korrekt. Sonst hat sie immer nur „so ungefähr“ gestimmt. Oder gar nicht. Da fragt man sich dann schon, was die ganzen Meteorologen eigentlich beruflich machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.