Ach du liebe Zeit

Eigentlich hab ich ja gedacht, dass es diese Woche dann irgendwann ruhiger wird. Nix wars. Wir haben richtig viel zu tun und waren die letzten Tage richtig fleißig. Noch ist vieles provisorisch. Am Mittwoch zum Beispiel war das Wifi der Marina irgendwie kaputt. Man konnte keinerlei https-Seiten besuchen. Das geht jetzt aber wieder – sogar ohne Beschwerde meinerseits :-).

Die ewige Baustelle
Die ewige Baustelle

Zu den Toiletten klettern wir gerade dauernd über Absperrgitter und ich hatte zeitweise eine Art Catwalk, um über

No doors today :-)
No doors today 🙂

die frisch verlegten Fliesen zum Klo zu kommen. Die Damen-Waschräume sind nach wie vor noch nicht fertig – was ja eigentlich kein Problem wäre – nur haben die Duschen bei den Herren inzwischen keine Türen mehr. Gut, dass außer uns noch fast niemand hier ist – nicht dass ich noch jemanden erschrecke 😉 . Langsam kehrt aber etwas Leben ein- sowohl hier in der Marina als auch in Caorle und Porto Santa Margherita.

Dinghy, Sundowner, Hängematte...
Dinghy, Sundowner, Hängematte…

Aber im Moment stört es höchstens die Möwen, wenn wir Ausfahrten mit unserem neuen Dinghy machen. Das Teil macht richtig Spaß, es lässt sich auch hervorragend rudern und so spüre ich gerade gewaltig meine (noch) nicht vorhandenen Muskeln in den Armen (und eigentlich auch sonst überall). Das Dinghy macht aber auch ein bisschen Ärger- heute wollte der Motor einfach nicht anbleiben. Stefan hat dann den Tank geleert und siehe da – Dreck in der Benzinleitung. Mit unserem neuen Universal-Werkzeug (ein Essstäbchen) konnte er die Verstopfung aber gut beheben und jetzt schnurrt der Außenborder wieder. Es dauert eben alles ein bisschen länger hier.

Das Essstäbchen war auch gestern im Einsatz – da haben wir (zusammen mit dem Voreigner

Montage-arbeiten am Freitag
Montage-arbeiten am Freitag

Massimo) die Segel wieder angeschlagen. Und um die Lattungen im Groß ordentlich zu befestigen und die Taschen zu schließen, wurde das Essstäbchen wieder zweckentfremdet. Die Segel sind also jetzt endlich wieder da, wo sie hingehören (und nehmen nicht in der Kabine Platz weg). Und auch sonst war gestern ein extrem produktiver Tag. Wir haben ein Regal gebaut, montiert und eingeräumt. Und wir haben den neuen Anker montiert(den uns Stefans Eltern geschenkt haben – nochmals vielen Dank dafür), was dank Dinghy und wirklich sehr gutem Teamwork hervorragend geklappt hat.

Die frische Luft den ganzen Tag, die Kletterei und die Ruderpartien sorgen dafür, dass wir Abends todmüde ins Bett fallen und kaum mit dem Kopf auf dem Kissen angekommen schon tief und fest schlafen. Abends noch einen Blogeintrag schreiben – keine Chance. Deswegen schreibe ich jetzt – frisch mit Eis versorgt und mit Kaffee gedopt – noch bei Helligkeit.

Morgen bringe ich das Auto zurück nach Deutschland – und Stefan bleibt für eine Woche alleine hier. Mit vielen Aufgaben – unter anderem ist das Ladegerät für unseren Akkuschrauber verschollen, das Deck muss geschrubbt, die neuen LEDs eingebaut und die Vorräte verstaut werden – und und und. Langweilig wird es ihm sicher nicht – und ich habe dafür ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn mit so viel Arbeit hier zurücklasse.

Flugdrachenspuren
Flugdrachenspuren

Aber mal schauen, ob morgen wieder die gruseligen Spuren auf der Nachbargangway zu sehen sind – der größe nach MINDESTENS ein Flugsaurier… Und ob Stefan dann mit so einem Geschöpf alleine hierbleiben will, wage ich zu bezweifeln. Obwohl – der eine Drache fährt, der andere bleibt 😉

 

Edit: Wir sind sehr begeistert von Alex Thomson und seinem neuen Sky-Walk. Johannes, machst du mit? 

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