Andrea ist weg

Karibikwasser
Sieht fast aus wie Karibik

Heute kann ich in Deutschland mal ausnahmsweise mit den Temperaturen niemanden eifersüchtig machen – der Sommer hat nun auch Deutschland gefunden – schön, für alle die Urlaub haben! Wir hatten ein paar tolle Segeltage mit tollen Mitseglern. Wind gabs, Wellen auch aber weniger – ankern, baden – also uns hat es gefallen und unseren Mitseglern auch.

Unsere Sundowner scheint ein etwas außergewöhnliches Schiff zu sein. Bisher wurde noch kein Mitsegler (toitoitoi) seekrank. Kaum zu Hause angekommen, vermissen die Gästekörper die angenehmen Bewegungen und simulieren diese – so schwanken Esszimmer, wackeln Bäder und in der Dusche muss man sich schon mal festhalten, weil der Boden wankt. Ich habe jetzt seit fast 3 Monaten nicht mehr auf „festem Boden“ geschlafen – keine Ahnung, ob mir das genauso gehen würde.

32,6 Knoten - das klingt wenig, muss man aber mit 1,852 multiplizieren, um km/h rauszukriegen.
32,6 Knoten – das klingt wenig, muss man aber mit 1,852 multiplizieren, um km/h rauszukriegen.

Die Wetterfrösche waren sich einig –  zwischen Sonntag und Dienstag sollte hier der Ausläufer einer Bora durchziehen, die in Kroatien dazu geführt hat, dass Straßen gesperrt wurden. Am Sonntag wurde es schon etwas windiger – am Montag hatten wir dann hier in der absolut geschützten Bucht über 32 Knoten Wind – draußen wars vermutlich noch mehr. Wir wissen das nicht – und auch die ganzen armen Charterer nicht. Die durften nämlich nicht rausfahren und wurden von den Mitarbeitern der Charterbasis und den Flotillen-Betreuern mit Würfelspielen bei Laune gehalten. Vermutlich wars das Beste – ich habe nämlich in den Anmietbedingungen gelesen, dass man „no experience“ braucht. Da sind dann 30 Knoten plus schon etwas heftig.

Da war sie noch da, die Andrea - das große Boot unterhalb des Nachbar-Bimini
Da war sie noch da, die Andrea – das große Boot unterhalb des Nachbar-Bimini

Achso – die Sache mit Andrea wollte ich ja noch erzählen. Hier geben sich ja seit Wochen die Luxus-Motor/Segelyachten die Klinke in die Hand (oder vielmehr dem Marinero die Festmacher). Seit einiger Zeit lag direkt in der Hafenausfahrt die „Andrea“. Mit eingeschalteter Diesel-Klimaanlage. Nach 3 Tagen Nordwest-Wind waren wir eingedieselt. Und so hat es sich gestern Abend nach einem Ruderausflug durch Marina und Bucht ergeben, dass Stefan den Eigner fragen konnte, ob er sich denn keine Reparatur mehr für die Klimaanlage leisten kann – vermutlich war das Schiff zu teuer.

Und heute morgen war die Andrea dann weg. War ihnen wohl zu peinlich, die Sache mit der kaputten Klimaanlage 🙂

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