Die ersten Gäste

Wir haben beschlossen, das Jahr mit einem kleinen Segelausflug zu beenden. Da meine Eltern uns über Silvester und Neujahr nach Porto Santa Margherita begleitet haben, ist es auch klar: Die Zwei nehmen wir mit.Gäste
Also waren meine Eltern die ersten Gäste auf unserer Sundowner. Stefan, der ja schon seit Sonntag hier ist, hat die Sundowner im Nebel wirklich perfekt vorbereitet: Festbeleuchtung, tolle Musik, alle Leinen wirklich wunderbar sortiert aufgeschossen und sogar an Schokolade auf dem Kopfkissen hat er gedacht!

Ich war schon sehr gespannt: Wie ist das neue Bad? Die Marina 4 hat ein neues „Badehäuschen“ gebaut. Das sollte Mitte Dezember eröffnen. Es ist auch fast alles fertig – nur die Baderäume für die Frauen nicht. Das macht ja hier nix, eigentlich sind ja immer nur Stefan und ich hier in der Marina (was ja schon ziemlich exclusiv ist). Pünktlich am Tag meiner Ankunft hat allerdings Jojos Segelschule aus München mit 2 Yachten hier angelegt. Auf einmal waren dann die Bäder schon sehr frequentiert. „Jojo“ ist mit seinen Mannen (und Frauen) am 30. aber wieder ausgelaufen. Venedig an Silvester ist ein sehr schönes Ziel für einen Segeltörn. Auch wenn es sicher nett gewesen wäre, wenn sie noch ein bisschen hier geblieben wären – ein Bad alleine ist aber auch ganz schön! Wir sind schon gespannt, ob wir „Jojo“ mal wieder treffen.

Am 30. Dezember war aber an entspanntes Segeln nicht zu denken: Wind und immer mehr Wind, Wellen und immer mehr Wellen. Und wir ohne Groß und Genua – nur mit dem Gennaker? Nein, also warten wir ganz klassisch auf ein Wetterfenster. Das hat sich brav auch am 31. Dezember geöffnet. Wir haben das bis jetzt ja nur zu zweit gemacht und meine Eltern waren auch noch nie segeln – also startet die Ausfahrt mit einer Sicherheitseinweisung und einem Crashkurs „ablegen und segeln für Einsteiger“. 20151231_121055

Die Hafenausfahrt hier in Porto Santa Margherita ist ja wirklich ewig und nach der Mole war es auch nicht zu wellig – perfekt für den Einstieg. Leider war Neptun wohl etwas entrüstet, dass er von mir permanent nur Kaffeesatz kriegt. Er hat also beschlossen: Wind aus (fast) allen Richtungen. Unser Bugspriet quietscht, was das Zeug hält und der Gennaker wollte einfach nicht schön stehenbleiben. Nachdem der Wind dann auch noch weiter aufgefrischt hat, musste unser schönes rotes Segel leider wieder in seinen Sack zurück und wir mit der Sundowner zurück in die Marina 4.

Beim Capitains-Dinner am Silvesterabend haben wir dann Raclette aufgetischt und so konnte das Jahr 2015 wunderbar ausklingen.

 

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