Die Pizza des Brian

Zuerst: Wir sind nicht erfroren. Nach dem anstrengenden Tag gestern bin ich schon um 9 auf der Bank im Salon beinahe eingeschlafen und dann noch ca. 2 Meter bis in mein Bett gekrabbelt. Wir haben es schön warm im Schiff – aktuell nutzen wir einen Keramikheizer und eine Petroleumheizung. Damit kriegen wir innen 20 Grad hin und das ist doch sehr komfortabel. Wir haben es uns auch schon schön gemacht – schließlich ist ja heute der 1. Advent. Die Lichterkette hängt, eine Kerze gibts auch – und Plätzchen habe ich von zu Hause mitgebracht. .

Nachdem ich ja so früh ins Bett bin war ich um 6 Uhr schon wach. Draußen hat es gefroren und das Deck glitzert. Romantisch, aber rutschig 🙂

Der Tag 2 als Schiffsbesitzer war etwas seltsam. Irgendwo haben wir beide in den letzten 24 Stunden unser Hirn verloren. Und wie es so schön heißt – was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen. Also klettern wir unseren Niedergang hoch und runter – ein ums andere Mal. „Hast du?“ und „Mist, nein“ hören wir beide voneinander schon sehr oft.

Das Schiff ist eine Wundertüte. Massimo ist mit nur 2 Kartons ausgezogen und hat viel zurückgelassen. Wir finden unglaublich viele Dinge, die wir brauchen – aber auch sehr viele Sachen, für die wir keine Verwendung mehr haben. Mittags um 3 streiche ich die Segel – ich kann kaum noch die Augen aufhalten uns muss mich hinlegen.

Das Schiff liegt ja aktuell in Porto Santa Margherita – das wiederum gehört zu Caorle. Hier in Caorle hat z.B. Ernest Hemingway viel Zeit verbracht – und im Sommer kommen 6 Millionen Touristen. Das können wir uns gar nicht vorstellen als wir abends durch den Ort spazieren.

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Caorle

In Italien soll es ja sehr gute Pizza geben – auf Empfehlung von Alberto gehen wir in die Pizzeria Brian. Die ist ganz nach Stefans Geschmack – es gibt scharfes Öl zur Pizza und als guter Katholik ist er sehr dankbar, dass eine Liveübertragung der Papstmesse aus Afrika läuft :-). Brian hat übrigens mehrfach die Pizza-Weltmeisterschaft gewonnen – seine Frau ist 1,50 groß und mit ihrer Eulenbrille und dem pinken T-Shirt passt sie nicht ganz zur Papstmesse. Nach einem Gruß aus der Küche, einer riesigen Pizza gibts noch Nachspeise: Nutellapizza. Brians Frau fragt mich dann irgendwas – ich vermute, dass sie gefragt hat, ob es geschmeckt hat – und bringt uns direkt nochmal Nutellapizza. Scheinbar sehen wir so aus, als wären wir nicht satt geworden.

Um 20 Uhr auf dem Heimweig  hat es dann schon 0 Grad – unser Petroleumheizer ist aber sehr fleissig und wir müssen sicher nicht frieren.

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