Regen

Für all unsere bisherigen Besucher, denen Stefan erzählt hat, dass es nur regnet, wenn Besuch da ist: Das stimmt nicht. Ich sitze gerade im Salon und höre dem Prasseln des Regens zu. Ein extrem einschläferndes Geräusch.

Und alle, die denken, dass wir hier nur Urlaub machen – wir waren die letzten Tage sehr sehr sehr sehr fleißig:

  • die Kabel für die Solarpaneele sind da, wo sie hinsollen. Die Solarpaneele auch, nur noch nicht fix montiert (geht ja gerade nicht, es regnet).
  • das Kabel für den Travelconnector ebenfalls – und dieser ist auch fix montiert am Bimini.
  • das AIS ist eingebaut, jetzt muss ich nur noch jemanden mit nem Empfänger suchen um rauszufinden, ob wir auch senden.
  • Die Fender haben wir auch angezogen – die sind jetzt mit blauen Fenderüberzügen bekleidet. Die Fenderüberzüge fühlen sich wie feste Stützstrümpfe an – und sind ähnlich umkomfortabel anzuziehen.

    Ganz links noch ohne Überzug, der nächste schon mit - sieht schon besser aus, oder?
    Ganz links noch ohne Überzug, der nächste schon mit – sieht schon besser aus, oder?

Falls sich jetzt jemand fragt, was das alles ist und wie wir das genau eingebaut haben – Berichte folgen!

Beim Probelauf mit den Solarzellen ist uns aber aufgefallen, dass unsere Batteriebank ein bisschen schwach auf der Brust ist. Also haben wir im Marinashop neue bestellt. In Deutschland ist es ja so, dass man in den Laden geht, sagt, was man will – der Verkäufer nennt den Preis und mit dem Verkäufer wird auch die Lieferung vereinbart.

In Italien läuft das anders:

  1. Wir sagen was wir gerne kaufen möchten und fragen nach dem Preis
  2. Der Verkäufer geht sein Handy suchen und telefoniert.
  3. Der Verkäufer nennt einen absolut überzogenen Preis.
  4. Wir sagen: Ach das ist aber teuer.
  5. Der Verkäufer nennt den realistischen Preis.
  6. Wir fragen, ob uns die Batterien zum Boot gebracht werden könnnen.
  7. Der Verkäufer schickt uns zu Martha
  8. Martha telefoniert.
  9. 10 Minuten später: Martha telefoniert immer noch. Es geht, soweit ich das verstanden habe, um das Essen für die Kommunion ihres Sohnes.
  10. Stefan beschließt: Wir brauchen die Batterien eh, auch wenn die nicht gebracht werden können und bestellt die Batterien. Währenddessen warte ich vor Marthas Büro weiter, um die Lieferung zu vereinbaren.
  11. Martha hört auf zu telefonieren.
  12. Von der anderen Seite des Büros kommen viele Leute und stellen sich in Marthas Büro – einer davon telefoniert mit seinem Handy mit irgendwem.
  13. Elena schaut zu Martha ins Büro, sieht uns und winkt uns zu sich.
  14. Wir erzählen Elena, dass wir gerade Batterien bestellt haben und nun Martha fragen wollen, ob uns diese geliefert werden könnten.
  15. Elena fragt, wo wir die Batterien gekauft haben (ok, manchmal sind wir dreist, aber so dreist auch wieder nicht).
  16. Als klar ist, dass wir die Batterien im Marinashop bestellt haben, fragt Elena Martha und die diversen anderen anwesenden in Marthas Büro, ob man uns die Batterien liefern kann.
  17. Elena erzählt uns, dass uns die Batterien morgen gebracht werden.

An der Verletzungsfront steht es zwischen Stefan und mir jetzt 2:1 – er hat sich ja schon vor 2 Wochen den kleinen Zeh gebrochen, ich bin dann am Freitag nach einer Bimini-verstau-Aktion vom Steuerstand auf die schiefe Ebene gehüpft und habe mir dabei ziemlich den Knöchel verknackst. Mit Bluterguss und allem drum und dran. Stefan hat mich daraufhin ziemlich geschimpft (vollkommen zu Recht, schließlich hüpft man auf Schiffen nicht irgendwo runter). Und gestern Abend hat Stefan dann gedacht: Was Jessica kann, kann ich schon lange: Selber Steuerstand, ähnlich dämliche Aktion auf dem Bimini-Dach, gleicher Hüpfer, gleicher Fuß verknackst. Jetzt humpelt Stefan beidseitig und ich einseitig.

2 Kommentare

  1. Hallo Leute, bitte weiter so! Allerdings ohne weitere Blessuren an den Sprungelencken……auch sehr interessant, wie der Kauf von Batterien abkaufen kann
    Grüsse Patrick

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