Roadtrip

Roadtrip

Segeln ist schön, manche Sehenswürdigkeiten sind aber nur auf dem Landweg zu erreichen. Und so haben wir uns ein Auto gemietet, um uns auf dem griechischen Festland ein paar Sachen anzuschauen, die schon länger auf unserer Liste waren. Für alle, die (wie wir) denken, dass Griechenland „ja schon so ein paar Berge hat, aber sicher keine wirklich hohen“: Der höchste Berg in Griechenland ist der Olymp und ist 2918 Meter hoch. Früher, vor langer Zeit gabs wohl noch einen höheren Berg – den Othrys, der wurde aber im großen Krieg der griechischen Götter gegen die Titanen verkleinert. Der Olymp war uns aber doch etwas zu weit weg, also haben wir uns mit einem kleineren Berg zufrieden gegeben. Der Strogoula ist 2112 m hoch und im Bergmassiv Tzoumerka.

Ziemlich hohe Berge

Definitiv zu hoch für mich um hochzuwandern, aber optisch ist der Berg echt schön und die Region um Pramanta ist traumhaft. Einsame Bergdörfer, hier und da eine Kuh, die den Weg kreuzt, ein paar Wildschweine  – und absolute Ruhe. Auf unsere Frage nach dem W-Lan-Passwort im Hotel meinte der Portier: Haben wir keins, brauchen wir auch nicht, hier ist niemand außer uns. 

Freilaufende Kühe

Eigentlich sind wir nur nach Pramanta, weil es „auf dem Weg“ liegt und wir nicht so viele Kilometer pro Tag fahren wollten. Der Portier ließ es sich aber nicht nehmen, uns auf die Schönheiten seiner Heimat hinzuweisen. Das gefällt mir so gut an Griechenland: Der Stolz der Griechen auf ihr Land. Egal wo wir waren, die „Ureinwohner“ dort sind der Meinung: Meine Stadt, meine Region – nirgends ist es schöner. Ausgerüstet mit einer Karte, auf der unzählige Kringel gemacht wurden (hier müsst ihr hin, da auch und da ist es auch wunderschön) sind wir Richtung Tropfsteinhöhle aufgebrochen. 

Auf dem Parkplatz vor der Höhle stand ein weiterer Mietwagen, im „Shop/Restaurant“ war niemand und insgesamt wirkte es sehr ausgestorben.  Also haben wir uns aufgemacht, die Höhle zu suchen. Der Eingang stand offen, Licht war an – also nix wie rein. Nach 20 Metern kam uns dann der Höhlenführer entgegen – und nachdem wir auf seine einzige Frage (Where are you from?) mit „Germany“ geantwortet haben, hat er Stefan die Taschenlampe in die Hand gedrückt und wir durften die Höhle ganz alleine anschauen. So schlecht ist der Ruf der Deutschen dann in Griechenland wohl doch nicht 🙂 

Es hat schon was, so eine Höhle ganz alleine besichtigen zu dürfen. Meine durch Horrorfilme ausgebildete Phantasie lief etwas Amok (was ist, wenn die uns einsperren um uns zu essen, immerhin sind wir ja doch wohlgenährt) , nachdem der der Höhlenführer aber das Tor wirklich aufgelassen hat, war ich beruhigt genug um die Schönheiten der Tropfsteinhöhle zu genießen. 

Als überzeugte Nicht-Schwarzfahrerin-Verkehrsregel-Einhalterin bin ich dann auch nach der Besichtigung brav zur Kasse gegangen und habe für die Führung bezahlt – damit hatte der nette Mann irgendwie nicht gerechnet. 

Im Hochgebirge

Nach einem Abendessen auf den Spuren von Asterix und Obelix (es gab Wildschwein) und einer unglaublichen sternenklaren Nacht fast ohne Lichtverschmutzung ging es am nächsten Tag Richtung Meteora.

Ein Kloster – gut versteckt

90 km über steile Pässe und durch tiefe Schluchten, beeindruckender Natur, traumhaften Straßen  und immer wieder neuen atemberaubenden Ausblicken sind wir nach knapp 3 Stunden angekommen. Nur um in Meteora aufs Neue überrascht zu werden. Davon später mehr…

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