Rückblick

Heute, am 31. Dezember, ist ein typischer Tag an dem man auf das vergangene Jahr zurückblickt. Ein Rückblick auf das Jahr 2 mit unserer Sundowner.

Das Jahr 2017 hat schon toll begonnen – mit einer schönen Silvesterparty auf der Takamaka in Licata, Raclette, Feuerwerk – genau so soll Silvester sein. 

Einige tolle Barbecue-Sonntage in Licata mit dem besten T-Bone-Steak das ich je gegessen habe und einigen tiefschürfenden Gesprächen bei Wein aus Plastikflaschen, die (vor allem für mich) jetzt dann Konsequenzen zeigen. 

Weiter gings mit einem frischen Anstrich für unsere Sundowner und einer Rundtour durch Sizilien. Schon da haben wir uns damit beschäftigt, wie und wo wir den Segelsommer verbringen wollen. Während einige unserer Mit-Überwinterer aus Licata Richtung Westen aufgebrochen sind, trieb uns der Wind wieder Richtung Griechenland.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr landen wir nun bei unserem persönlichen Highlight – der Überfahrt von Sizilien nach Griechenland. Wir zehren noch heute von den unglaublichen Stunden der Überfahrt, dem tollen Gefühl und der tiefen Zufriedenheit mit uns, unserem Können, unserem Boot und uns als Team. 

Angekommen auf Paxos konnte ich endlich auch mal die Nächte vor Anker genießen – als hätte sich ein Schalter umgelegt. 2016 war schlafen vor Anker für mich noch fast unmöglich, 2017 hatte ich damit gar kein Problem mehr. 

Im Mai dann sind wir im frühlingshaften Korfu angekommen. Wir haben alte Freunde wieder getroffen und neue Freunde gefunden. Und die Insel, die uns im letzten Jahr schon so gut gefallen hat, hat uns sofort das Gefühl gegeben: Hier seid ihr daheim. 

Denn hier konnten wir das tun, was uns so gut gefällt: Segeln – zu zweit, mit der Familie oder mit Freunden. Das Wasser im ionischen Meer war dann auch ab Ende Mai so warm, dass sich auch Stefan ins Wasser gewagt hat (ich habe die Badesaison schon im April eingeläutet). 

Im Juni und Juli haben wir etliche Törns gemacht, viele Parties gefeiert und das getan, was man bei so einer Auszeit dringend tun sollte: Das Leben in vollen Zügen genossen. 

Der August hielt dann eine heiße Überraschung für uns bereit: Luzifer. Tagelang fielen die Temperaturen auch nachts nicht mehr unter 30 Grad, tagsüber gab es keinen Wind und schon einfachste Tätigkeiten wie Atmen waren extrem schweißtreibend. Selten habe ich mich so über Regen gefreut. 

Im September haben wir uns dann auf den Spuren der griechischen Mythologie über die Berge und Täler auf dem griechischen Festland nochmals neu in Griechenland verliebt. Pramanta, Meteora, Trikala, Delphi, die Riu-Antiriu-Brücke, von der Antike bis hin die Moderne ist dieser Teil Griechenlands auf jeden Fall eine Reise wert. 

Der Oktober war dann der Monat der neu erstellten To-Do-Liste, Plänen für unsere Rückkehr nach Deutschland und der Abschiede. Angefangen mit Muriel und John, über Femke und Eric bis hin zu Terry. Viele werden wir hoffentlich wiedersehen, ob auf dem Wasser oder an Land. Und: Wir haben jeden Moment Sonne, jeden Spaziergang, jeden Segeltag noch bewusster genossen. 

2 Monate sind wir nun wieder hier. Eigentlich sollten wir schon im November in unsere Wohnung einziehen können, jetzt wird es Mitte Februar werden. Und so sitzen wir zwischen den Stühlen aber zum Glück haben unsere Familien uns wieder einen neuen Heimathafen gegeben – an dieser Stelle auch ein ganz großes Dankeschön an unsere Eltern, die vor, während und nach unserer Reise immer hinter uns gestanden haben und die uns gerade zur Zeit sehr helfen.

Nun haben wir noch knapp 6 Stunden 2017 – ein tolles Jahr, unvergesslich. Und wir schauen mit großer Hoffnung auf das Jahr 2018 – was das für uns bereithält? Morgen folgt hier ein erster Ausblick. 

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