Croatia – here we come

Novigrad
Novigrad

Am Dienstag war es (endlich) so weit – die Reise konnte starten. Alles repariert, gefüllt, nachgekauft, aufgetankt. Erstes Ziel: Novigrad – hier müssen wir beim Zoll einklarieren und beim Hafenkapitän die Vignette für die kroatischen Küstengewässer kaufen. Ein traumhafter Segeltag mit mehr Wind als angekündigt und einem sehr freundlichen Beamten beim Einklarieren. Wir hatten gehofft, die Nacht an der Zollmole verbringen zu dürfen. Das ging leider nicht – und die Marina in Novigrad ist so unverschämt teuer, dass wir uns dann direkt eine Ankerbucht gesucht haben.

Mann am Steuer
Mann am Steuer

Wieder eine Premiere: Ankern. Eine ganze Nacht vor Anker. Nach einer kleinen Umparkaktion (direkt neben dem Steinbruch wars ein bisschen laut) hatten wir eine sehr entspannte Nacht vor Anker. Ganz alleine in der Ankerbucht. Am nächsten Morgen konnten wir dann schon zeitig zum Hafenkapitän nach Novigrad fahren – der war nämlich am Abend nicht mehr da. Bei der Einfahrt in den Hafen von Novigrad wurden wir von 2 Delphinen begrüßt – leider waren wir gerade im Anlege-Stress und konnten kein Photo machen.

Der gefürchtete Hafenkapitän entpuppte sich (sehr zur Stefans Freude) als nette, junge, blonde Hafenkapitänin. Die Formalitäten haben wir schnell erledigt und konnten direkt Ablegen – nächstes Ziel: Pula.

Fahrt nach PulaWieder mehr Wind als erwartet, wieder ein Traum-Segeltag. Und wieder eine Nacht in der Ankerbucht. Die war aber nicht mehr so einsam – ich habe 15! Ankerlichter gezählt. Und als wir endlich eingeschlafen sind, kam die kroatische Dorfjugend und hat mit einer MEGAlauten Anlage das Echo der Bucht getestet. Mich hat das so erschreckt, dass ich Stefan geweckt habe, der auch so einen Schrecken bekommen hat (vermutlich, weil meine Art zu wecken nicht die sanfteste war) – und so hat Stefan dann eine Stunde Ankerwache gemacht 🙂

Ankerbucht - dieses Mal leider nicht einsam
Ankerbucht – dieses Mal leider nicht einsam

Nach 2 Nächten vor Anker hatte ich dann etwas Sehnsucht nach einer heißen Dusche. Die Marina Veruda lag direkt ums Eck und nachdem ich den potentiellen Liegeplatz besichtigt habe, fand ich sowohl Aussicht als auch Liegeplatz so schön, dass wir dann nach dem Tanken in der Marina festgemacht haben. Die letzten 56 Stunden waren ziemlich anstrengend und wir beide wollten eigentlich nur eins: Duschen und dann SCHLAFEN.

Da haben wir noch nicht gewusst, dass wir etwa eine Stunde nachdem wir geduscht und gegessen hatten noch neue Nachbarn bekommen. Die „Alani“ hat abends direkt neben uns angelegt und wie das halt so ist – statt um 18 Uhr schlafen zu gehen hat uns die Crew der Alani zum Essen eingeladen – im Tausch gegen 2 Eier und etwas Bavaria. Nochmals Danke an die Crew – die Sorge, dass wir wegen unserer Getränkevorräte zu tief im Wasser liegen, habe ich nun nicht mehr 🙂

Es war ein toller Abend und vielleicht treffen wir ja das eine oder andere Mitglied der Alani-Crew mal wieder!

So, jetzt mal Entschuldigung, dass der Beitrag so lang wird – es war einfach sooo viel los. Also weiter:

Die "Alani" samt Crew auf dem Weg gen Süden.
Die „Alani“ samt Crew auf dem Weg gen Süden.

Gestern früh hat die Alani dann abgelegt – vorher hat uns Harald noch mit den restlichen Vorräten der Alani ausgestattet (nochmals Danke dafür). Wir haben beschlossen, Pula zu erkunden. Zu Fuß in die Stadt, rauf auf die Burg, rum ums Amphitheater, kurz noch einen Blumenmarkt bestaunt, den Hafen angeschaut und und und – Pula ist schön, die Leute sind nett und die Preise angenehm.

Heute haben wir dann nach einer kleinen Höhlentour eine Danke Marion und Bob Stefan Plastikbenachbarte Insel angesteuert und hier direkt eine Menge angeschwemmten Plastikmüll eingesammelt. Und während ich das schreibe sitze ich im Kleid draußen im Cockpit und sehe zu, wie die Sonne hinter den Bäumen untergeht. So lässt es sich leben, oder?

4 Kommentare

  1. an den hafen hat die österreichische kuk kriegsmarine nich so gut eerinnerungen 🙂 das liegt allerdings schon ein paar jährchen zurück 🙂

    ein ziel ganz in eurer nähe liegt auf cres ein keine aber feine grotte, auf die schnelle habe ich nur diesen link gefunden.

    http://www.skipperguide.de/wiki/Cres

    eine blaue grotte

  2. ach ja mali losinje, der kanal von osor (achtung die drehbrücke wird nur zweimal am tag geöffnet) und ilovik sind sehr londen, ilovik da der ort in den letzent jahren nur von nativs und jachts besucht wird

    … und immer eine handbreit wasser unterm kiel…

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