Wieder daheim

Anfahrt auf Korfu – am Ende gabs noch ein bisschen Wind!

Nach 3 Nächten vor Anker in Paxos sind wir Richtung Korfu aufgebrochen. Leider haben wir unser Blumenopfer vergessen und dementsprechend ungnädig war Poseidon (oder seine Frau) – es gab weniger Wind als vorhergesagt. Die größten Wellen verursachte die MSC. Und so konnten wir bei 25 Grad ganz gemütlich gen Korfu schippern. Das letzte Stück gab es dann Wind (das nachträgliche Bergblüten-Tee-Blumenopfer braucht also ein bisschen) – und irgendwie fühlte es sich an, als würden wir nach Hause fahren.

Den Marinero in der Gouvia Marina habe ich dann etwas überschwänglich begrüßt und es tat ihm dann schon richtig Leid, dass er uns „unseren“ Liegeplatz nicht geben konnte. Denn: Die Gouvia Marina wurde von 145 Charterbooten aus der Flotte von „Sailing Holidays“ heimgesucht. Die starten jedes Jahr von Gouvia aus in die Saison und diese erste Charterwoche des Jahres ist schon lange im Voraus ausgebucht.

Abfahrt – 145 Boote in 4 Stunden!

Unser vorübergehender Liegeplatz war also O29 – ein paar Buchstaben und Meter zu weit von unserem alten Liegeplatz H29 entfernt. Für das Spektakel, das sich uns dann bot war es aber genau der richtige Liegeplatz: Am 1. Mai liefen die 145 Sailing Holidays-Charterschiffe aus und zusätzlich noch einige Eigner, deren Winterkontrakt am 1. Mai endete. Wer braucht schon Fernsehen wenn man vom Cockpit aus hunderten Engländern beim Losfahren zuschauen kann? Wir nicht 🙂

Käsespätzle!

Wir haben uns gemerkt, welches Sailing Holiday-Boot auf unserem Platz festgemacht hatte und als der nette Herr in der roten Hose an uns vorbei war, sind wir umgezogen. Terry und John, unsere beiden Nachbarn, haben sich richtig gefreut. Wir auch – es ist schön, wieder an unserem alten Platz zu liegen und all unsere Nachbarn wiederzusehen. Stefan wurde direkt in Terrys Reparaturarbeiten eingebunden und durfte ihn schon 2 Mal hoch in seinen Mast winschen. Als Belohnung gabs dann Käsespätzle für alle auf der Sundowner.

Wir hatten etwas Sorge, wieder hierher zurückzukommen, weil: Wie sollten wir das letzte tolle Jahr toppen können? Aber es ist noch genauso schön wie letztes Jahr – wenn nicht sogar noch ein bisschen besser. Wir haben jetzt Wifi von der Marina – das zwar immer noch sehr langsam ist, aber zum Zeitung lesen reicht es. Die Bäder sind immer entweder „gerade frisch geputzt“ oder sie werden gerade geputzt. Und die Pita-Taschen schmecken uns dieses Jahr sogar noch besser als letztes Jahr. Überraschenderweise ist hier in Korfu schon richtig Sommer. Immer über 20 Grad, Sonne – ein Traum!

Der Püschelbaum!

Nachdem wir ja letztes Jahr ein DEKPA gekauft haben, das angeblich „für immer, halt bis es vollgestempelt ist“ gültig sein sollte, hat die griechische Regierung für dieses Jahr ein neues DEKPA mit neuen Regeln eingeführt. Man muss jetzt jedes Jahr für 50 € ein neues DEKPA kaufen. In Gouvia kann man im ersten Stock des Bürogebäudes bezahlen und dann bei der Port Police das DEKPA abholen. Das wird immer noch von Hand ausgefüllt, die Schiffsdaten werden immer noch von Hand in eine Kladde eingetragen – aber das Format ist etwas aufbewahrungsfreundlicher geworden – von „größer als A4“ wurde auf „genau Din A4“ gewechselt. Der nette Herr von der Port Police hat uns direkt mit Vornamen begrüßt – irgendwie cool diese Griechen. Und: Der technische Fortschritt schreitet mit großen Schritten voran. Letztes Jahr gabs im Büro der Port Police nur ein Fax, dieses Jahr sogar einen Laptop.

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